Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Bildungskredit

Als weitere Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung neben der Förderung nach dem BAföG wird Studierenden in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit als Bildungskredit angeboten.

Einkommen und Vermögen des Auszubildenden oder seiner Eltern spielen bei der Bewilligung keine Rolle. Sicherheiten werden von dem Antragsteller nicht verlangt.


Ein Rechtsanspruch auf den Bildungskredit besteht nicht. Es handelt sich, anders als beim BAföG, um ein Programm mit einem vorgegebenen Budget.


Die Laufzeit beträgt maximal 24 Monate. Die Inanspruchnahme des Bildungskredites ist nur bis zum Ende des zwölften Studiensemesters möglich, es sei denn, die Ausbildung kann innerhalb des möglichen Förderzeitraums (innerhalb der maximalen Laufzeit des Bildungskredites) abgeschlossen werden.


Innerhalb eines Ausbildungsabschnittes können bis zu 24 Monatsraten in Höhe von 300 Euro ausgezahlt werden. Einmalig können bis zu sechs Raten neben der monatlichen Zahlung als Abschlag im Voraus ausgezahlt werden, wenn ein entsprechender Bedarf glaubhaft gemacht wird. Der Höchstbetrag von insgesamt 7.200 Euro für alle Leistungen zusammen kann nicht überschritten werden.


Das Darlehen ist vom Tag der Auszahlung an zu verzinsen. Bis zum Beginn der Rückzahlung werden die Zinsen gestundet.


Hinweis: Über den Zinssatz können Sie sich auf den Seiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) informieren.


Zuständigkeit

das Bundesverwaltungsamt

Voraussetzungen

Als Studierender in einer fortgeschrittenen Ausbildungsphase sind Sie zum Bezug des Kredites berechtigt, wenn Sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Volljährigkeit
  • Sie haben das 36. Lebensjahr noch nicht überschritten.
  • Sie haben die Zwischenprüfung Ihres Studienganges bestanden (oder haben den ersten Teil eines Konsekutivstudienganges erfolgreich abgeschlossen und setzen nun diesen Studiengang fort).
    Sollte in Ihrem Studiengang eine Zwischenprüfung nicht vorgesehen sein, müssen Sie die üblichen Leistungen mindestens der ersten beiden Ausbildungsjahre erbracht haben. Dies ist durch eine schriftliche Erklärung der Hochschule zu belegen.
  • Sie betreiben ein Master- oder Magisterstudium oder ein postgraduales Diplomstudium im Sinne des Hochschulrahmengesetzes.
  • Sie betreiben ein Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium und verfügen bereits über einen Abschluss in einem grundständigen Studiengang.
  • Sie absolvieren im Rahmen Ihres Studiums ein in- oder ausländisches Praktikum (auch außerhalb Europas).
  • Sie besuchen im Falle eines Auslandsstudiums eine ausländische Ausbildungsstätte, die einer inländischen gleichwertig ist.

Ablauf

Sie müssen den Bildungskredit schriftlich beim Bundesverwaltungsamt beantragen. Dort können Sie das Antragsformular anfordern oder Sie füllen es auf den Seiten des Bundesverwaltungsamtes direkt online aus. (In diesem Fall sind die erforderlichen Unterlagen auf dem Postweg nachzureichen.)

Nach Prüfung des Antrages erhalten Sie einen Bescheid. Dieser wird Ihnen schriftlich zugestellt. Im Falle der Bewilligung erhalten Sie zusätzlich ein Vertragsangebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).


Durch das Unterschreiben des Vertrags (mit Bestätigung der Unterschrift durch ein Amt, z.B. Studentenwerk) nehmen Sie die Konditionen an. Trifft der unterschriebene Vertrag innerhalb der vorgesehenen Frist (ist im Bewilligungsbescheid enthalten) bei der KfW ein, ist der Kreditvertrag zustande gekommen.


Im weiteren Verlauf (z.B. Abschluss des Vertrags, Ratenzahlung, Rückforderung) ist die Kreditanstalt für Sie zuständig.


Der Bildungskredit wird monatlich im Voraus in Raten von 300 Euro durch die Kreditanstalt ausbezahlt. Die ersten vier Jahre, beginnend mit der ersten Auszahlung, sind tilgungsfrei. Danach beginnt die Rückzahlung in monatlichen Raten zu 120 Euro, die vierteljährlich am Quartalsende eingezogen werden. Bei einer erneuten Förderung für einen weiteren Ausbildungsabschnitt werden die Rückzahlungsraten gestundet.

Unterlagen

  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung des fortzusetzenden Studiengangs
  • Zeugnis über das Bestehen des ersten Teils des Konsekutivstudiengangs des fortzusetzenden Studiengangs (Diplom I)
  • Nachweis, dass Sie ein Master- oder Magisterstudium im Sinne des Hochschulrahmengesetzes betreiben
  • Nachweis, dass Sie ein postgraduales Diplomstudium im Sinne des Hochschulrahmengesetzes betreiben
  • Nachweis über das betriebene Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium nebst Zeugnis über den grundständigen Studienabschluss
  • schriftliche Erklärung Ihrer Ausbildungsstätte, dass in dem von Ihnen belegten Studiengang eine Zwischenprüfung nicht vorgesehen ist und die üblichen Leistungen der ersten beiden Ausbildungsjahre erbracht wurden
  • Nachweis über die Dauer des Praktikums sowie über den Zusammenhang mit dem Besuch der Ausbildungsstätte (im Falle eines Praktikums im Ausland nebst deutscher Übersetzung)

Sonstiges

Für weitere Fragen können Sie sich direkt an die Bildungskredit-Hotline unter der Telefonnummer 0188/8358-4492 wenden.


Lebenslagen