Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Krankenkassenbeitrag und Zuzahlungspflicht für Schüler und Auszubildende

Mit dem Beginn des Berufsausbildungsverhältnisses werden Auszubildende automatisch sozialversicherungspflichtig (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Gleichzeitig erlischt die Möglichkeit der Familienversicherung über die Eltern. Die Ausbildung begründet eine eigene Versicherungspflicht.

Schüler und Studierende behalten bis zum 25. Lebensjahr grundsätzlich die Möglichkeit der Familienversicherung über die Eltern. Auch wer ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet, hat die Möglichkeit der Familienversicherung über die Eltern bis zum 25. Lebensjahr. Wehr- und Zivildienstzeiten können zu einer Verlängerung der Frist führen.


Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlungspflicht befreit. (Ausnahme: Fahrtkosten, hier ist immer eine Selbstbeteiligung vorgesehen.)


Die Befreiung von der Zuzahlungspflicht für Geringverdienende (z.B. Auszubildende) ist seit dem 1. Januar 2004 nicht mehr möglich. Besonderheiten gelten bei der Versorgung mit Zahnersatz. Für alle anderen zuzahlungspflichtigen Leistungen ist eine Belastungsgrenze vorgesehen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Verfahrensbeschreibung "Zuzahlung in der gesetzlichen Krankenversicherung und Belastungsgrenze".


Zuständigkeit

Ihre Krankenkasse

Ablauf

Auszubildende sind dazu verpflichtet, bei Beginn ihrer Berufsausbildung Mitglied einer Krankenkasse zu werden. Bitte wenden Sie sich an eine Krankenkasse Ihrer Wahl, um weitere Informationen zu erhalten.


Schüler und Studierende müssen sich – wenn keine Fristverlängerung aufgrund von Wehr- oder Zivildienstzeiten bewilligt wurde – ab dem 25. Lebensjahr selbst versichern. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie über die Familienversicherung der Eltern versichert bleiben.

Kosten

Auszubildende und ihre Arbeitgeber tragen die Beiträge grundsätzlich jeweils zur Hälfte. Allerdings trägt der Arbeitgeber den Beitrag allein, wenn die Ausbildungsvergütung 325 Euro monatlich nicht übersteigt. Wird beim Arbeitsentgelt die Grenze von 325 Euro durch einmalige Zahlung (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) überschritten, tragen der Auszubildende und der Arbeitgeber den Beitrag für den übersteigenden Betrag jeweils zur Hälfte. Im Rahmen eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres trägt der Arbeitgeber den Beitrag grundsätzlich alleine.

Rechtsgrundlagen


Lebenslagen