Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Betäubungsmittel - Mitnahme im Rahmen einer ärztlichen Behandlung

Sie dürfen ärztlich verschriebene Betäubungsmittel für die Dauer einer Reise in angemessener Menge als persönlichen Reisebedarf im grenzüberschreitenden Verkehr mitnehmen. Sie sind jedoch verpflichtet, eine beglaubigte Bescheinigung des verschreibenden Arztes vorweisen zu können.


Die Betäubungsmittel dürfen nur von der Person, der sie verschrieben wurden, mitgeführt werden.


Eine Liste der verkehrsfähigen und verschreibungsfähigen Betäubungsmittel finden Sie in Anlage III (zu § 1 Abs. 1) des Betäubungsmittelgesetzes.


Achtung: Wenn Sie in Deutschland wohnen und Ihnen im Ausland ein Betäubungsmittel verschrieben wurde, dürfen Sie nur die für die Heimreise benötigte Menge nach Deutschland einführen.

Zuständigkeit

  • für die Verschreibung und die Bescheinigung: Ihr behandelnder Arzt
  • für die Beglaubigung der Bescheinigung: Ihr örtlich zuständiges Gesundheitsamt

Voraussetzungen

Die Betäubungsmittel müssen von einem Arzt verschrieben worden sein.

Ablauf

Ihr Arzt stellt Ihnen eine Bescheinigung über die Verschreibung der Betäubungsmittel aus. Diese müssen Sie bei der zuständigen Stelle beglaubigen lassen und auf Ihrer Reise mitführen.


Die Formulare "Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen einer ärztlichen Behandlung" für Reisen in Schengen-Staaten sowie ein Muster für eine "Bescheinigung für Reisende, die mit Betäubungsmitteln behandelt werden und mit diesen verreisen" für Reisen in Nicht-Schengen-Staaten stellt Ihnen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in seinem Online-Auftritt zur Verfügung.


Bei Reisen in Länder, die nicht Teil des Schengener Abkommens sind, sollten Sie sich vor Reiseantritt über die dortige Rechtslage informieren, da Genehmigungen erforderlich sein können. Informationen erhalten Sie bei der Diplomatischen Vertretung Ihres Reiselandes in Deutschland.


Tipp: Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes finden Sie eine Übersicht der sogenannten Schengen-Vollanwenderstaaten sowie eine Liste der diplomatischen Vertretungen in der Bundesrepublik Deutschland.

Unterlagen

  • bei Reisen in Schengen-Staaten bis zu 30 Tagen: beglaubigte Bescheinigung des Arztes über die Verschreibung
  • bei Reisen in andere Länder:
    • beglaubigte Kopie der ärztlichen Verschreibung oder
    • ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache mit Angaben zu Einzel- und Tagesdosis, Wirkstoffbezeichnung und Dauer der Reise

Kosten

Die Bescheinigung ist kostenpflichtig. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich beim Gesundheitsamt.

Sonstiges

Wenn Sie in ein Land, das die Mitnahme von Betäubungsmitteln nicht erlaubt oder für länger als 30 Tage in einen Schengen-Staat reisen möchten, sollten Sie prüfen, ob das benötigte Mittel im Reiseland erhältlich ist und ob Sie es sich gegebenenfalls dort von einem Arzt verschreiben lassen können.

Gibt es das Betäubungsmittel im Reiseland nicht, ist es unter Umständen möglich, es über ein Ein-/Ausfuhrgenehmigungsverfahren einzuführen. Dazu benötigen Sie zuerst einen Einführer im Reiseland (z.B. eine Apotheke). Dieser kann die erforderliche Einfuhrgenehmigung in seinem Land beantragen. Wird diese erteilt, kann in Deutschland eine Ausfuhrgenehmigung bei der Bundesopiumstelle beantragt werden.


Rechtsgrundlagen


Lebenslagen