Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Energiesparberatung bei Wohngebäuden

Eigentümer, die in eine energetische Sanierung oder Modernisierung von Wohngebäuden investieren wollen, können zunächst eine Energiesparberatung in Anspruch nehmen.


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert Energieberatungen in Wohngebäuden im Rahmen des "Vor-Ort-Beratungsprogramms" durch finanzielle Zuschüsse.

Zuständigkeit

  • für die Antragstellung: ein Energiesparberater Ihrer Wahl
  • für die Genehmigung: das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Voraussetzungen

Gefördert werden die Kosten für die Erstellung verschiedener Gutachten (z.B. Beratung zur Wärmedämmung, Stromeinsparung, Erstellung von Thermografiegutachten)

  • durch einen qualifizierten und anbieterunabhängigen Ingenieur oder Gebäudeenergieberater,
  • im Auftrag der Haus- und Wohnungseigentümer sowie von kleinen und mittleren Unternehmen (weniger als 250 Beschäftigte beziehungsweise kleineres Umsatzvolumen als 50 Millionen Euro – für landwirtschaftliche Betriebe gilt eine Umsatzgrenze von 1 Million Euro),
  • für Gebäude,
    • die sich im Bundesgebiet befinden,
    • für welche die Baugenehmigung vor 1995 beantragt beziehungsweise erteilt wurde und
    • die zu mehr als 50 Prozent zu Wohnzwecken genutzt werden.

Mieter oder Pächter eines Gebäudes können eine geförderte Energiesparberatung ebenfalls beantragen, wenn sie dafür eine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers vorweisen können.

Ablauf

Als Eigentümer eines Wohngebäudes sollten Sie zunächst mit einem antragsberechtigten Energieberater Kontakt aufnehmen. Dieser muss bereits vor Beginn der Beratung den entsprechenden Antrag an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) senden.


Nach Auswertung der Bauunterlagen und einem Vor-Ort-Termin erhalten Sie ein Gutachten mit detaillierten technischen Hinweisen, die bei der energetischen Sanierung Ihres Gebäudes helfen können. Beispielsweise erklärt das Gutachten, ob

  • eine Verbesserung des Wärmeschutzes bauphysikalisch sinnvoll erscheint,
  • eine Umstellung oder Erneuerung der Heizungsanlage empfehlenswert ist oder
  • eine Nutzung erneuerbarer Energien in Betracht kommt.

Zusätzlich werden die Kosten geschätzt, die bei der Umsetzung solcher Maßnahmen entstehen würden sowie die Wirtschaftlichkeit der entsprechenden Investition errechnet. Die Beratung muss jedoch unabhängig von Anbietern und deren Produkten erfolgen.


Gefördert wird des Weiteren entweder die Erstellung eines separaten Thermografiegutachtens oder die zusätzliche Einbeziehung von Ergebnissen thermografischer Untersuchungen in den Vor-Ort-Beratungsbericht.


Sie müssen schriftlich mit Angabe des Datums bestätigen, dass Sie den Beratungsbericht beziehungsweise das Gutachten empfangen haben und Ihnen die Ergebnisse erläutert wurden.

Fristen

Der Energiesparberater muss seine Beratung innerhalb von drei Monaten ab Erstellung des Zuwendungsbescheids abschließen, um die Förderung zu erhalten.

Kosten

Der Energiesparberater erhält für die Vor-Ort-Beratung direkt eine Zuwendung, die er auf seiner Rechnung ausweisen muss. Sie beträgt

  • für Ein- und Zweifamilienhäuser: 300 Euro
  • für Gebäude ab drei Wohneinheiten: 360 Euro
  • für Stromeinsparberatung: 50 Euro
  • je Thermogramm: 25 Euro, jedoch höchstens 100 Euro für thermografische Untersuchungen beziehungsweise 150 Euro, wenn es sich um ein gesondertes Thermografiegutachten handelt

Hinweis: Auf diese Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch.


Wird eine Zuwendung bewilligt, verringert sich der Ihnen in Rechnung gestellte Betrag entsprechend. Dieser wird mindestens so hoch wie der staatliche Zuschuss sein. Die Umsatzsteuer tragen Sie alleine.

Rechtsgrundlagen

Richtlinie über die Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort


Lebenslagen