Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Übergangsgeld

Das Übergangsgeld ist eine Maßnahme zur Sicherung des Lebensunterhalts. Sie haben Anspruch darauf, wenn Sie an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben (z.B. Umschulung) oder zur medizinischen Rehabilitation teilnehmen.

Hinweis: Anstelle des Übergangsgeldes kann während medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen je nach Kostenträger ein Anspruch auf Krankengeld, Versorgungskrankengeld oder Verletztengeld geltend gemacht werden.


Höhe des Übergangsgeldes


Das Übergangsgeld beträgt für Versicherte ohne Kind 68 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts, mit einem Kind mit Kindergeldanspruch 75 Prozent.


Waren Sie zuletzt selbständig tätig, wird das Übergangsgeld nicht aus dem letzten Nettoarbeitsentgelt, sondern aus 80 Prozent des der Beitragsentrichtung im letzten Kalenderjahr zugrunde liegenden Einkommens berechnet.

  • bei Teilnahme an einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben:
    Die Berechnungsgrundlage darf bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben einen bestimmten Mindestbetrag nicht unterschreiten. Dieser Mindestbetrag ergibt sich aus dem tariflichen oder ortsüblichen Arbeitsentgelt, das Sie ohne Ihre gesundheitlichen Einschränkungen hätten erzielen können. 68 Prozent oder 75 Prozent der ermittelten Berechnungsgrundlage ergeben die Höhe dieses Übergangsgeldes. In bestimmten Fällen wird das Übergangsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes geleistet.
  • bei Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme:
    Erhalten Sie während des Bezugs von Übergangsgeld Arbeitsentgelt oder erzielen Sie Einkommen, werden unter bestimmten Voraussetzungen diese Einkünfte auf das Übergangsgeld angerechnet.

Zuständigkeit

der Rehabilitationsträger, der die Maßnahme finanziert:

  • die Agentur für Arbeit
  • der Rentenversicherungsträger

Hinweis: Ist der Rehabilitationsträger, bei dem Sie den Antrag eingereicht haben, nicht zuständig, ist er verpflichtet, die Zuständigkeit so schnell wie möglich zu klären und Ihren Antrag weiterzuleiten. Wenn Sie nicht wissen, welcher Rehabilitationsträger zuständig ist, können Sie sich auch an die gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger in Baden-Württemberg wenden.


Voraussetzungen

Teilnahme an einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben (z.B. Umschulung)

  • durch den Rentenversicherungsträger oder
  • durch die Agentur für Arbeit, unter anderem wenn Sie
    • innerhalb der letzten drei Jahre vor Beginn der Maßnahme mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung waren oder
    • einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und entsprechende Anträge bereits gestellt wurden

oder


Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation), wenn

  • Ihr Anspruch auf Entgeltfortzahlung wegen gleichartiger Vorerkrankung ganz oder teilweise verbraucht ist und
  • Sie vor deren Beginn oder einer vorhergehenden Arbeitsunfähigkeit Arbeitseinkünfte erzielt und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt haben.

Auch wenn Sie arbeitsunfähig sind oder beispielsweise Arbeitslosengeld beziehen, können Sie ein Übergangsgeld erhalten, wenn Sie zuvor rentenversicherungspflichtig waren.

Ablauf

Für die Berechnung des Übergangsgeldes ist die Entgeltbescheinigung bei der zuständigen Stelle einzureichen.

Die zuständige Stelle errechnet die Höhe des Ihnen zustehenden Übergangsgeldes und überweist das Übergangsgeld auf das von Ihnen angegebene Konto.


Unterlagen

  • Entgeltbescheinigung (Einkommensnachweise)
  • Bescheid über die Genehmigung der Maßnahme, an der Sie teilnehmen

Hinweis: Da im Einzelfall weitere Unterlagen nötig sein können, wenden Sie sich bitte direkt an den zuständigen Rehabilitationsträger beziehungsweise an Ihren dortigen Berater oder Sachbearbeiter.

Fristen

Das Übergangsgeld wird während der Teilnahme an der Maßnahme gezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen wird es auch zwischen zwei Maßnahmen oder im Anschluss daran gewährt.

Rechtsgrundlagen


Lebenslagen