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Zertifizierung von Bildungsangeboten - Agentur für Arbeit

Damit Bildungsgutscheine für eine Weiterbildungsmaßnahme eingelöst werden können, muss sowohl die Maßnahme selbst als auch deren Anbieter von einer fachkundigen Stelle zugelassen worden sein.


Die Zertifizierung von Bildungsangeboten wird nur auf Antrag hin durchgeführt. Dabei überprüft eine fachkundige Stelle, ob der Bildungsanbieter und seine Bildungsangebote die dafür notwendigen Anforderungen erfüllen.


Tipp:Weitere Informationen zur Anerkennung und Zulassung von Bildungsanbietern finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Zuständigkeit

eine der anerkannten fachkundigen Stellen


Sie finden das Verzeichnis der fachkundigen Stellen unter dem Pfad: KURSNET – Spezielle Informationen – Informationen für Bildungsanbieter.

Voraussetzungen

Der Weiterbildungsanbieter muss

  • die für die Weiterbildungsmaßnahmen erforderliche Leistungsfähigkeit besitzen,
  • durch eigene Vermittlungsbemühungen die berufliche Eingliederung von Teilnehmern unterstützen können,
  • geeignete Leiter und Lehrkräfte beschäftigen und
  • ein System zur Sicherung der Qualität seines Angebotes anwenden.

Anforderungen an die Weiterbildungsangebote:

  • Lehrgangsziele, Dauer und Inhalte müssen auf die Lernvoraussetzungen und das Bildungsziel der Zielgruppe hin konzipiert sein.
  • Die räumliche, personelle und technische Ausstattung muss die Umsetzung der Lernziele gewährleisten.
  • Die Teilnehmer müssen durch den Vertragsabschluss angemessene Bedingungen erhalten (z.B. Rücktritts- und Kündigungsrechte).
  • Die Maßnahmen müssen in arbeitsmarktrelevante und regionale Entwicklungen eingebunden sein, um eine Eingliederung der Teilnehmer sicherzustellen.
  • Die Lehrorganisation muss auf einen erfolgreichen Abschluss aller Teilnehmer hinwirken.
  • Die Maßnahmen müssen einen Abschluss oder einen Teilabschluss zum Ziel haben.
  • Über den erreichten Abschluss und den vermittelten Lehrstoff muss ein Zeugnis ausgestellt werden.
  • Die Kostensätze müssen wirtschaftlich und sparsam sein und sachgerecht ermittelt werden.
  • Die Dauer der Maßnahmen muss auf den notwendigen Umfang begrenzt sein.
  • Je nach Erfordernis müssen auch praktische Lernphasen integriert sein.

Ablauf

Sie können selbst wählen, von welcher fachkundigen Stelle Sie das Zertifizierungsverfahren durchführen lassen wollen. Vor Beginn des Prüfverfahrens schließen Sie mit der fachkundigen Stelle einen privatrechtlichen Vertrag ab, in dem die genauen Bedingungen des Verfahrens (z.B. erforderliche Unterlagen, Beginn und Dauer des Verfahrens, Kosten) festgelegt werden. Klären Sie auch direkt mit der fachkundigen Stelle, welche Angaben und Nachweise Ihr Antrag enthalten muss.


In der Regel wird die fachkundige Stelle eine Auswahl aus Ihrem Gesamtangebot treffen und diese Weiterbildungsmaßnahmen stellvertretend für Ihr Gesamtangebot überprüfen und bewerten.


Aufgrund der eingereichten Unterlagen und der Prüfung des Angebots entscheidet die fachkundige Stelle über Ihren Antrag auf Zertifizierung. Wird dem Antrag stattgegeben, erhalten Sie eine Zertifizierungsurkunde.


Einmal jährlich wird die fachkundige Stelle Ihr System zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung überprüfen. Änderungen Ihres Angebots müssen Sie der fachkundigen Stelle unverzüglich mitteilen.

Fristen

Die Zulassung wird für längstens drei Jahre vergeben.

Rechtsgrundlagen


Lebenslagen