Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Die Agentur für Arbeit fördert Tätigkeiten oder Maßnahmen, die Ihre Eingliederungschancen als Arbeitsuchender auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Möglich sind Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (MAG) oder einem Träger (MAT).


Maßnahmen bei einem Arbeitgeber dienen der

  • Feststellung,
  • Verringerung oder
  • Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.

Maßnahmen bei einem Träger unterstützen die berufliche Eingliederung beispielsweise durch

  • Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
  • Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen,
  • Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung,
  • Heranführung an eine selbständige Tätigkeit oder
  • Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme.

Die Förderung durch die Agentur für Arbeit besteht darin, dass sie die gegebenenfalls entstehenden Kosten übernimmt (z.B. Fahrtkosten, Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren) und Ihnen weiterhin das zuletzt bezogene Arbeitslosengeld beziehungsweise Arbeitslosengeld II auszahlt.


Wenn die Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung eine auswärtige Unterbringung erforderlich macht, können Ihnen dafür monatlich bis zu 340 Euro Unterbringungskosten und bis zu 136 Euro Verpflegungskosten ersetzt werden. Sollten Sie aufsichtsbedürftige Kinder haben, werden eventuell auch Kinderbetreuungskosten bis zu 130 Euro monatlich übernommen.


Achtung: Auf Maßnahmen bei einem Arbeitgeber besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch. Auf die Zuweisung zu Maßnahmen bei einem Träger haben Sie einen Rechtsanspruch, falls Sie sechs Monate nach Eintritt der Arbeitslosigkeit noch immer arbeitslos sind.

Zuständigkeit

die Agentur für Arbeit

Voraussetzungen

Um an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teilnehmen zu können, müssen Sie

  • arbeitslos,
  • Arbeit suchend und von Arbeitslosigkeit bedroht oder
  • Ausbildung suchend sein.

Hinweis: Als von Arbeitslosigkeit bedroht gelten auch Berufsrückkehrer, Hochschulabsolventen, Selbständige und in Transfer- oder Auffanggesellschaften Beschäftigte.


Die Maßnahme muss notwendig und geeignet sein, um die Eingliederungschancen zu erhöhen und auf Vorschlag beziehungsweise mit Einwilligung der Agentur für Arbeit erfolgen.

Ablauf

Ob Sie an Maßnahmen zur Verbesserung der Eingliederungsaussichten teilnehmen können, klären Sie am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihrem zuständigen Arbeitsvermittler.

Fristen

Die Förderdauer ist unterschiedlich und muss dem Zweck und Inhalt der Maßnahmen angemessen sein. Maßnahmen bei einem Arbeitgeber dürfen grundsätzlich jeweils höchstens vier Wochen dauern, Maßnahmen bei einem Träger bis zu acht Wochen.

Rechtsgrundlagen

§ 46 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) (Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung)


Lebenslagen