Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Landeserziehungsgeld

Für Geburten ab dem 1. Januar 2007 wird das Landeserziehungsgeld infolge der Einführung des Elterngeldes folgendermaßen angepasst:

  • Das Landeserziehungsgeld beträgt bis zu 205 Euro pro Monat und Kind. Ab dem dritten Kind beträgt es bis zu 240 Euro monatlich.
  • Landeserziehungsgeld wird im Anschluss an das Elterngeld für die Dauer von zehn Monaten gewährt, in der Regel ab dem 13. oder 15. Lebensmonat des Kindes.
  • Es gelten die gleichen Einkommensgrenzen wie bisher (1.380 Euro bei Paaren und 1.125 Euro bei Alleinerziehenden), sie werden jedoch für Geburten ab dem Jahr 2010 für Paare und für Alleinerziehende um jeweils 100 Euro angehoben.

Achtung: Für Eltern, die bei der Auszahlung des Elterngeldes von der Verlängerungsmöglichkeit des § 6 Sätze 2 und 3 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) Gebrauch machen wollen: Bei Auswahl der Verlängerungsmöglichkeit wird der jeweilige Monatsbetrag halbiert und in einer ersten (1.-12. beziehungsweise 14. Lebensmonat) und einer zweiten Rate (13.-24. beziehungsweise 28. Lebensmonat) ausgezahlt. Die ersten Raten werden in den jeweiligen Bezugsmonaten gezahlt, die zweiten Raten im Anschluss an die letzte erste Rate. Das bedeutet, dass Eltern, die sich für eine verlängerte Auszahlung beim Elterngeld entschieden haben, auch während der Auszahlung der zweiten Raten im Sinne des § 6 Sätze 2 und 3 BEEG, die nach dem 12. beziehungsweise 14 Lebensmonat des Kindes liegen, Landeserziehungsgeld beziehen können, da der Bezug von Landeserziehungsgeld ab dem 13. oder 15. Lebensmonat (das heißt unmittelbar im Anschluss an den letzten Bezugsmonat des Elterngeldes) erforderlich ist. Eine Anrechnung des Elterngeldes als Einkommen erfolgt in diesen Fällen nicht.

Zuständigkeit

die Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank)

Voraussetzungen

  • deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder bestimmter mit der EU assoziierter Staaten (z.B. Türkei)
    Es genügt, wenn ein Elternteil oder das Kind eine dieser Staatsangehörigkeiten besitzt.
  • Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Baden-Württemberg
  • Personensorgerecht für das Kind, mit dem die den Antrag stellende Person in einem gemeinsamen Haushalt lebt und das sie selbst betreut und erzieht
  • Die den Antrag stellende Person darf keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben. Eine Erwerbstätigkeit bis zu 21 Wochenstunden kann ausgeübt werden, ohne den Anspruch auf Erziehungsgeld zu verlieren. Bei gleichzeitiger Teilerwerbstätigkeit beider Ehegatten/Elternteile sind bis zu 30 Wochenstunden möglich.
  • bestimmte Einkommensgrenzen
    Werden diese überschritten, erfolgt eine stufenweise Verringerung des Landeserziehungsgeldes.

Ablauf

Sie müssen einen schriftlichen Antrag stellen. Das Antragsformular steht Ihnen auf den Internetseiten der L-Bank zum Download zur Verfügung. Sie können das Formular auch telefonisch, per E-Mail oder schriftlich bei der L-Bank anfordern.


Den Antrag können Sie persönlich oder schriftlich bei der L-Bank in Karlsruhe oder bei Ihrem Bürgermeisteramt abgeben. Das Bürgermeisteramt leitet ihn an die L-Bank weiter – diese bewilligt dann das Landeserziehungsgeld und zahlt es aus.

Unterlagen

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Einkommensnachweis (z.B. der letzte vorliegende Einkommensteuerbescheid), wenn dieser nicht bereits mit dem Antrag auf Bundeserziehungsgeld vorgelegt wurde

Fristen

Das Landeserziehungsgeld wird rückwirkend nur für sechs Monate ab Antragstellung gezahlt.

Sonstiges

Weitere Informationen zum Landeserziehungsgeld (Kontaktadressen, Einkommensgrenzen) erhalten Sie bei der L-Bank.


Lebenslagen