Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

Nach dem Alphabet anzeigen

A | Ä | B | D | e | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | Ö | P | Q | R | S | T | U | Ü | V | W | Z |

Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung im Rahmen von GRUNDTVIG

Die Aktion "GRUNDTVIG – Weiterbildung für Bildungspersonal" unterstützt Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung in Form von Zuschüssen für Einzelpersonen. Die Mitarbeiter von Einrichtungen der Erwachsenenbildung sollen durch die geförderten Maßnahmen

  • ihr Verständnis von lebenslangem Lernen in Europa vertiefen und
  • ihre praktischen Fähigkeiten von Unterricht, Management und Beratung verbessern.

Gefördert wird die Teilnahme an Kursen, Tagungen und Konferenzen zu Themen der Erwachsenenbildung im europäischen Ausland. Auch Praktika, Hospitationen und Jobshadowing in Unternehmen, staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen können gefördert werden, wenn diese nachweislich zum Ausbau der beruflichen Fähigkeiten beitragen und somit für die Organisation, bei der ein Mitarbeiter beschäftigt ist, von Vorteil sind.


Tipp: Förderfähige Maßnahmen finden Sie über die COMENIUS/GRUNDTVIG-Kursdatenbank. Sie können die Förderung auch für andere Maßnahmen, die die Voraussetzungen erfüllen, beantragen. Die Maßnahmen aus der Datenbank werden jedoch bevorzugt gefördert.


Der Zuschuss ist auf folgende Höchstwerte begrenzt:

  • Reisekosten: je nach Zielland zwischen 150 Euro und 350 Euro
  • Kurs-, Seminar- oder Konferenzgebühr: bis zu 750 Euro (höchstens 150 Euro pro Tag)
  • Kosten für die sprachliche Vorbereitung: bis zu 100 Euro
  • Aufenthaltskosten: je nach Zielland unterschiedliche Tages- und Wochensätze

Benachteiligte Personen (z.B. behinderte Personen, die für einen Auslandsaufenthalt besondere Vorkehrungen treffen müssen) können eine erhöhte Förderung beantragen.


Die genaue Höhe der Tages- und Wochensätze sowie Berechnungsbeispiele und nähere Informationen zu den einzelnen Kostenpunkten finden Sie in der Anlage 2 des Antragsformulars.


Zuständigkeit

die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)

Voraussetzungen

Anforderungen an den Antragsteller:


Tätigkeit im Erwachsenenbildungsbereich, beispielsweise als

  • Lehrer oder Ausbilder,
  • Leiter von Erwachsenenbildungseinrichtungen,
  • Aufsichts- und Verwaltungspersonal,
  • Bildungs- und Berufsberater,
  • Sonderpädagoge, Sozialpädagoge oder Mediator
  • ständiger Wohnsitz in Deutschland (schließt Staatenlose und anerkannte Flüchtlinge mit ein)

Anforderungen an die Maßnahme:

  • Förderfähig sind Maßnahmen in den Staaten der EU sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Türkei.
  • Die Maßnahme dauert zwischen einer Woche und sechs Wochen (Ausnahme: Konferenzen dürfen kürzer dauern). Reisetage zählen nicht mit.
  • Reine Sprachkurse können nur für Lehrkräfte, die Themen der Erwachsenenbildung in einer Fremdsprache unterrichten wollen, gefördert werden und wenn sie auf eine weniger verbreitete und unterrichtete Sprache der EU ausgerichtet sind. Sie sollten außerdem in einem Land stattfinden, in dem die Zielsprache tatsächlich gesprochen wird.

Die Maßnahmen sollten insbesondere die folgenden Inhalte behandeln:

  • Arbeiten mit Benachteiligten
  • sonderpädagogischer Förderbedarf
  • demografischer Wandel
  • ehrenamtliche Tätigkeit und Freiwilligendienst
  • Integration von Migranten
  • Management/Finanzierung von Erwachsenenbildung und/oder Erwachsenenbildungseinrichtungen
  • aktive Bürgerbeteiligung

Ablauf

Das Grundtvig-Antragsformular finden Sie auf den Internetseiten des BiBB zum Download. Welche formalen Vorgaben Sie beim Ausfüllen beachten müssen, können Sie der Checkliste entnehmen, die im Formular enthalten ist.


Achtung: Ermitteln Sie die angestrebte Fördersumme genau, bevor Sie diese in das Formular eintragen, weil sie nachträglich nicht mehr erhöht werden kann.


Das ausgefüllte Antragsformular müssen Sie zweimal an die zuständige Stelle übermitteln – einmal per E-Mail und einmal mit allen Anlagen per Post. Nach Eingang Ihres Antrages erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.


Der nationale Auswahlausschuss bewertet Ihren Antrag und entscheidet über seine Förderfähigkeit. Wenn die Förderung bewilligt wird, erhalten Sie eine entsprechende Mitteilung und eine Finanzhilfevereinbarung. Mit der Finanzhilfevereinbarung erhalten Sie auch ein Formblatt, das Sie beim Kursveranstalter oder Praktikumgeber vorlegen, um Ihre Teilnahme bestätigt zu bekommen.


Nach Beendigung der Maßnahme füllen Sie die Abrechnungs- und Berichtsunterlagen aus und reichen sie bei der zuständigen Stelle ein. Die Unterlagen für den Grundtvig-Abschlussbericht (Formular) stehen auf den Internetseiten des BiBB zum Download zur Verfügung.

Unterlagen

für Kurse, Seminare und Konferenzen:

  • Bestätigung des Kursveranstalters über die vorläufige, unverbindliche Anmeldung
  • Beschreibung des Inhalts der Maßnahme (z.B. Broschüre oder Ausdruck aus dem Internet)

für Praktika und Hospitationen:

  • Bestätigung des Praktikumgebers (mit Angabe des Zeitraums und der geplanten Tätigkeiten)
  • Praktikumplan (mit Zeitplan, Angaben zu Inhalt, Ablauf und geplanten Aktivitäten)
  • bei Freiberuflern zum Nachweis der Selbstständigkeit: zusätzlich eine Bestätigung des Finanzamtes oder Steuerberaters über die Selbstständigkeit beziehungsweise Kopie des Gewerbescheins

Fristen

Die Fristen zur Einreichung von Zuschussanträgen richten sich nach dem Zeitraum, für den die Förderung beantragt, das heißt, an der Maßnahme teilgenommen wird. Entscheidend ist der Beginn der Maßnahme.


Für 2011 gelten die folgenden Fristen (es gilt das Datum des Poststempels):

  • 14. Januar 2011: Die Aktivitäten müssen am oder nach dem 1. Mai 2011 starten.
  • 29. April 2011: Die Aktivitäten müssen am oder nach dem 1. September 2011 starten.
  • 15. September 2011: Die Aktivitäten müssen am oder nach dem 1.Januar 2011 starten, jedoch spätestens am 30. April 2012.

Die Laufzeit richtet sich je nach der bewilligten Aktivität (z.B. Kurs, Seminar) und kann von mindestens fünf Tagen bis zu maximal sechs Wochen dauern.


Nach Teilnahme an der Maßnahme müssen Sie die Abrechnungsunterlagen und die erforderlichen Belege innerhalb von vier Wochen bei der zuständigen Stelle vorlegen.

Rechtsgrundlagen

Beschluss Nr. 1720/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. November 2006 über ein Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens


Lebenslagen