Verfahrensbeschreibungen & Dienstleistungen

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Förderung der Weiterbildung für Arbeitnehmer ab 45 Jahren

Arbeitnehmer, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, haben die Möglichkeit, an einer Maßnahme zur beruflichen Weiterbildung teilzunehmen. Handelt es sich um eine zertifizierte Weiterbildungsmaßnahme, können die Weiterbildungskosten durch die Agentur für Arbeit übernommen werden. Dabei handelt es sich um die Kosten für den Träger der Weiterbildung (Kursanbieter).


Während der Zeit der Teilnahme wird das Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber weiterbezahlt. Für die Zeit der Freistellung zur Teilnahme kann die Agentur für Arbeit einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt leisten, sofern es sich bei dem zu Qualifizierenden um einen ungelernten beziehungsweise geringqualifizierten Mitarbeiter handelt, der einen Berufsabschluss oder eine Teilqualifikation erwirbt. Den Zuschuss erhält der Arbeitgeber.


Tipp: Weitere Informationen bietet das Merkblatt "Förderung der beruflichen Weiterbildung für Arbeitnehmer" der Bundesagentur für Arbeit.

Zuständigkeit

die für Ihren Wohnort zuständige Agentur für Arbeit

Voraussetzungen

Die Weiterbildungskosten können für Arbeitnehmer übernommen werden, wenn

  • sie bei Beginn der Teilnahme das 45. Lebensjahr vollendet haben,
  • sie im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses für die Zeit der Teilnahme an der Maßnahme weiterhin Anspruch auf Arbeitsentgelt haben,
  • der Betrieb, dem sie angehören, weniger als 250 Arbeitnehmer beschäftigt,
  • die Maßnahme außerhalb des Betriebes, dem sie angehören, durchgeführt wird und Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen und
  • die Maßnahme vor dem 31. Dezember 2011 begonnen hat.

Ablauf

Falls ein Arbeitnehmer an einer solchen Maßnahme teilnehmen möchte, muss er dies vor der Beantragung sowohl mit dem Arbeitgeber als auch mit der Agentur für Arbeit besprechen.


Der Arbeitnehmer stellt dann schriftlich den Antrag auf Übernahme der Weiterbildungskosten bei der zuständigen Stelle.


Der Arbeitgeber kann einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragen, wenn die Weiterbildungsförderung durch die Agentur für Arbeit bewilligt wurde. Er kann die Unterlagen persönlich abgeben, durch einen Beauftragten abgeben lassen oder per Post zusenden. Bei einer persönlichen Abgabe können etwaige Fragen sofort geklärt werden.


Hinweis: Benötigt die Agentur für Arbeit für die Entscheidung weitere Angaben (z.B. zu Sonderfällen der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung während des Leistungsbezuges), erhalten Sie von dort weitere Vordrucke.

Fristen

Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Die Maßnahme muss vor dem 31. Dezember 2011 begonnen haben.

Kosten

Die Kosten der zertifizierten Weiterbildungsmaßnahme werden in voller Höhe durch die Agentur für Arbeit übernommen.


Entstehen dem Arbeitnehmer erheblich höhere Kosten für die Fahrt zur Weiterbildungsstätte als für die Fahrt zum Arbeitsplatz, muss er die Übernahme dieser Kosten ebenfalls mit der Agentur für Arbeit besprechen. Ansonsten kann der Arbeitnehmer diese Kosten im Rahmen der Lohnsteuererklärung geltend machen.


Der Zuschuss an den Arbeitgeber kann bis zur Höhe des Betrages erbracht werden, der sich als anteiliges Arbeitsentgelt einschließlich des darauf entfallenden Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag für Zeiten ohne Arbeitsleistung während der Teilnahme an der Maßnahme errechnet.

Rechtsgrundlagen


Lebenslagen