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Förderprogramm Azubi im Verbund - Ausbildung teilen

Mehrere kleine oder mittlere Ausbildungsbetriebe haben die Möglichkeit, sich zu einem Ausbildungsverbund zusammenzuschließen. Durch das Förderprogramm werden Stammbetriebe eines Ausbildungsverbundes finanziell unterstützt.


Innerhalb eines solchen Ausbildungsverbunds wird zwischen dem Stammbetrieb und dem durchführenden Betrieb beziehungsweise den durchführenden Betrieben unterschieden:

  • Stammbetrieb ist der Betrieb, der mit dem Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat, aber nicht alle vorgeschriebenen fachpraktischen Inhalte der Ausbildung im eigenen Betrieb anbieten kann.
  • Durchführender Betrieb ist der Betrieb in einem Ausbildungsverbund, der im Rahmen einer Ausbildung die Bereiche für den Stammbetrieb übernimmt, die dieser nicht oder nur mit wirtschaftlich unvertretbar hohem Aufwand leisten kann und die auch nicht von einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte übernommen werden können.

Hinweis: Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Betriebe mit höchstens 500 Beschäftigten und Sitz in Baden-Württemberg. Der durchführende Betrieb darf kein öffentlicher Betrieb und kein überbetriebliches Ausbildungszentrum sein. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.


Die Zuwendung wird als Projektförderung in Form einer Festbetragsfinanzierung (Prämie) gewährt. Die Höhe der Prämie beträgt 2.000 Euro pro Verbund-Ausbildungsplatz.


Tipp: Weitere Informationen zum Förderprogramm Azubi im Verbund – Ausbildung teilen finden Sie im Portal "Weiterbildung in Baden-Württemberg".

Zuständigkeit

das Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Voraussetzungen

Die vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte können nicht im Stammbetrieb und auch nicht in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte vermittelt werden und müssen daher von einem anderen Betrieb durchgeführt werden (durchführender Betrieb). Die Dauer der Ausbildung im durchführenden Betrieb muss mindestens 20 Wochen betragen. Der Stammbetrieb muss mindestens 50 Prozent der Ausbildung durchführen.

Ablauf

Richten Sie Ihren Antrag auf Förderung an das Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

Spätestens drei Monate nach der Beendigung der Ausbildung im durchführenden Betrieb schicken Sie einen Verwendungsnachweis an das Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.


Unterlagen

  • ausgefüllter Vordruck zur Antragsstellung
  • schriftliche Vereinbarung zwischen Stammbetrieb und durchführendem Betrieb über den Ausbildungsverbund
  • Kopie des Ausbildungsvertrages

Sonstiges

Sonderregelung für kurzarbeitende Betriebe


Eine Ausnahme von den oben genannten Voraussetzungen gilt für kurzarbeitende Betriebe. Zur Erleichterung der Durchführung der Ausbildung durch Auslagerung der Ausbildung in einen durchführenden Betrieb während der Kurzarbeit, ist eine Förderung bereits ab einer Dauer von acht Wochen möglich. Bei kurzarbeitenden Betrieben, die für eine Dauer von 8 bis 19 Wochen einen Ausbildungsverbund bilden, beträgt die Höhe der Prämie 1000 Euro pro Verbundausbildungsplatz. Zusätzlich ist eine Bestätigung der Anzeige von Kurzarbeit durch die zuständige Arbeitsagentur vorzulegen.

Rechtsgrundlagen

Mittelstandsförderungsgesetz


Lebenslagen