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ÜbersichtFreiberufler2. Freie Berufe mit Zulassungsvoraussetzungen2.1. Berufliche Qualifikation und Berufspflichten

2.1. Berufliche Qualifikation und Berufspflichten

Um als Freiberufler arbeiten zu können, müssen Sie in einigen Berufen bestimmte, klar definierte Voraussetzungen erfüllen. Neben besonderen beruflichen Qualifikationen sind in der Regel auch besondere Berufspflichten zu beachten.


Nachweis der Ausbildung und anderer Voraussetzungen


Zur Berufsausübung benötigen Sie als besondere berufliche Qualifikation eine hohe fachliche und persönliche Kompetenz sowie eine entsprechende Ausbildung.


Ihre Ausbildung müssen Sie durch entsprechende Zeugnisse und Bescheinungen nachweisen. Rechtsanwälte beispielsweise müssen den Nachweis bei der Rechtsanwaltskammer erbringen, wenn sie ihre Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beantragen. Ist für die Berufsausübung eine Approbation oder Berufserlaubnis erforderlich, muss der Nachweis im Rahmen des Antragsverfahrens bei der zuständigen Behörde erbracht werden.


Hinweis: Einige Freiberufler (z.B. Unternehmensberater, Journalisten, Künstler) müssen keinen Nachweis erbringen, um ihren Beruf auszuüben. Nähere Informationen für diese Berufe finden Sie im Kapitel "Freie Berufe ohne Zulassungsvoraussetzungen".


Welche Zulassungsvoraussetzungen Sie zur Ausübung der freiberuflichen Tätigkeit erfüllen müssen, ist je nach Beruf unterschiedlich. Bei vielen freien Berufen sind die Zulassungsvoraussetzungen in Berufsgesetzen geregelt. Dies gilt beispielsweise für Apotheker, Masseure und medizinische Bademeister, Physiotherapeuten, Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten, vereidigte Buchprüfer, Ärzte, Architekten, Tierärzte, Hebammen, Heilpraktiker, beratende Ingenieure, Krankengymnasten, Logopäden, Lotsen, Orthoptisten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Umweltgutachter, Wirtschaftsprüfer und Zahnärzte.


Hinweis: Die Zulassung ist auch eng mit der Erlaubnis, eine bestimmte Berufsbezeichnung zu führen, verbunden. Bestimmte Berufsbezeichnungen dürfen Sie nur bei der Erfüllung der vorgeschriebenen Voraussetzungen führen.


Berufspflichten


Durch gesetzliche Regelungen werden Freiberuflern besondere Berufspflichten auferlegt. Viele Freiberufler sind beispielsweise zur Gewissenhaftigkeit und Verschwiegenheit bei der Ausübung ihres Berufes verpflichtet.


Ärzte, Zahnärzte, psychologische Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Tierärzte haben darüber hinaus unter anderem die Pflicht zur Dokumentation und zur beruflichen Fortbildung.


Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind beispielsweise verpflichtet, Akten zu führen und diese für einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren.


Mitgliedschaft bei der Berufskammer


Zusätzlich besteht für bestimmte Berufsgruppen die Pflicht, Mitglied in der jeweiligen Berufskammer zu werden. Dies gilt insbesondere für Architekten, Ärzte, psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Apotheker, beratende Ingenieure, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und Zahnärzte.


Andere Berufsgruppen haben die Möglichkeit, freiwillig einer Berufskammer beizutreten.


Tipp: Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auf den Seiten des Portals "NewCome.de" unter "Besonderheiten der Existenzgründung in Freien Berufen".

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