Unteribental

Im Rotulus Sanpetrinus findet sich eine Urkunde über einen Tausch Herzog Bertholds von Zähringen mit dem von ihm gegründeten Kloster St. Peter von etwa 1120. Dabei handelt es sich um Güter iuxta villamlwa, also beim Dorf Iwa. Später heißt der Ort Nidem Ywa im Kirchzarter Tal (1344) oder wird durch die Lage an der Dreisam näher bezeichnet. - Die Grafen von Freiburg, Nachfolger der Zähringer als Vögte des Klosters, setzten die Meier von Weiler als Untervögte im unteren Ibental ein. Diesen gelang es, dort obrigkeitliche Rechte zu erwerben. Im Gegensatz zum ganz unter Klosterherrschaft verbliebenen Oberibental behielt St. Peter in Unteribental nur den Zins von 18 Bauerngütern. Unteribental gehörte als vorderösterreichisches Lehen wie Stegen zur Herrschaft Weiler. Grundherren waren zuletzt die Grafen von Kagerieck. Wiewohl es nut Stegen eine Gemeinde bildete, hatte Unteribental doch eigenen Vogt und Gericht. 1827 erfolgte die Trennung von der Gemeinde Stegen, um die sich Unteribental schon seit 1780 bemüht hatte. - Seit dem Anfall an Baden 1806 gehörte Unteribental zum Amtsbezirk/Landkreis Freiburg.

Die Huldigungsliste der seit 1702 den Grafen von Kageneck gehörenden grund- herrschaftlichen Orte Stegen und Ybatha! (so die damalige Schreibweise) für Großherzog Karl (1811) ist von den Vögten, Gerichtsleuten und Bürgern der Orte unterzeichnet, aber nicht besiegelt. Dagegen wurde der u. a. von Vogt Schlegel und Altvogt Heizier als Gerichtsmann unterzeichnete Fronvertrag vom 27. September 1824 zwischen Stegen und Unteribental einerseits und der Herrschaft Kageneck andererseits mit einem Petschaft besiegelt, das außer spärlichen Ornamenten die Initialen A.H V trägt. Die Buchstaben H und V stehen wohl für Heizler und Vogt, so dass es sich um das Siegel des Altvogts handeln könnte.

Wappen

WappenIn Blau ein pfahlweise gestellter silberner (weißer) Schlüssel (Bart nach links)